Technische Anschlussbedingungen für Brandmeldeanlagen (TAB)

Zuständiger Fachbereich:

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises, FB 37.3
Straße:
Hans-Scholl-Straße 1
PLZ/Ort:
34576 Homberg (Efze)

Telefon
05681/19 222
Fax
05681/937112

Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Die Technischen Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen (TAB; manchmal auch Anschaltbedingung), werden in Deutschland von den einzelnen Landkreisen bzw. unter Leitung der örtlichen Feuerwehr veröffentlicht. In ihnen sind die individuell festgelegten technischen Aufschaltbedingungen definiert, die zwingend erforderlich sind, um eine Brandmeldeanlage gemäß DIN 14675 zu planen, montieren und instand zu halten. Die seit November 2003 gültige DIN 14675 legt fest, dass Planung, Projektierung, Montage und Inbetriebnahme sowie Wartungsarbeiten nur Firmen bzw. Ingenieurbüros durchführt werden, die gemäß der DIN 14675 zertifiziert sind. Diese Forderung ist in die meisten neu geschriebenen TABs übernommen worden.

Die Übertragungseinrichtung muss bei dem Konzessionär der Region beantragt werden. Der Endkunde (Betreiber/Inhaber des Objektes) schließt dazu einen Mietvertrag über eine bestimmte Laufzeit (meist 10 Jahre) mit dem Konzessionär ab.

Die Abnahme der Brandmeldeanlage erfolgt nur bei Einhaltung der jeweiligen TAB.

In der Regel sind die Richtlinien des VdS zu erfüllen und wichtige Komponenten der Brandmeldeanlage müssen das Prüfzeichen des VdS tragen.

Unter anderem wird meist gefordert, mit Ausnahme von Toiletten und Waschräumen sämtliche Räume (z.B. Aufenthaltsräume, Flure, Treppenhäuser, Dachböden und Kellerräume) mit einer bestimmten Anzahl automatischer Brandmelder auszustatten. In den Treppenhäusern sind im Erdgeschoss zusätzlich manuelle Handmelder vorzusehen. Zur Verkabelung werden rote Brandmeldekabel verwendet, ähnlich den üblichen Telefon-Installationskabeln J-Y(ST)Y, jedoch mit Aderdurchmessern von 0,8 mm statt 0,6 mm.

In Österreich muss die Brandmeldeanlage selbst der technischen Richtlinie vorbeugender Brandschutz TRVB-123 S in der aktuellen Fassung entsprechen. Die Vorschriften, eine Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr anschalten zu dürfen, sind in der TRVB 114 S enthalten. Neben den technischen Voraussetzungen sind auch organisatorische Maßnahmen notwendig. So ist eine Brandschutzanlage mit einem Feuerwehrschlüsseldepot verbunden und es muss ein Brandschutzplan aufliegen. Eine Datenübertragung muss immer über zwei redundante Systeme möglich sein.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brandmeldeanlage)