Abfallberatung

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(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)
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Sie haben eine Dienstleistung ausgewählt, die von der Abfallwirtschaft Lahn-Fulda angeboten wird. Um weitere Informationen und Ansprechpartner zu dieser Dienstleistung zu erhalten, wählen Sie bitte die Internetseite http://www.a-lf.de.
Leistungsbeschreibung
Abfall: Altpapier
Jeden Tag verwenden und verbrauchen wir Papier in den verschiedensten Formen - als Zeitung, Schreib- und Druckerpapier oder als Verpackung. Nach dem Gebrauch fällt das gesamte Papier als Altpapier an und es stellt sich die Frage: Wohin damit?
Altpapier ist ein wertvoller Rohstoff für die Herstellung von Papierprodukten, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet wird. Voraussetzung dafür ist die getrennte Erfassung des Altpapiers.
Die Erfassung von Altpapier aus Haushalten erfolgt durch die Kommunen als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, meist über eine entsprechend bereitgestellte Tonne, in manchen Kommunen auch über Altpapiercontainer oder Bündelsammlung. Dabei wird grafisches Altpapier zusammen mit Papierverpackungen erfasst.
Abfall: Bioabfall entsorgen
Bioabfälle sind überlassungspflichtige Abfälle, die getrennt zu erfassen sind und über die Biotonne einer Verwertung zugeführt werden.
Soweit eine zulässige Eigenkompostierung stattfindet, kann die zuständige Gemeinde / Stadt bzw. der Abfallzweckverband je nach Satzung eine Befreiung von der Nutzung der Biotonne aussprechen.
Bioabfälle sind zum Beispiel Gemüse- und Obstreste, Balkon- und Topfpflanzen, Kaffeefilter und Teebeutel, Speisereste, altes Brot, Eierschalen, Fallobst, Laub, Rasenschnitt, kleiner Heckenschnitt.
Hinweis:  Das gehört nicht in die Biotonne:
  • Asche
  • Holzkohle
  • Katzenstreu (Granulat)
  • Kehricht
  • Staubsaugerbeutel mit Inhalt
  • Steine
  • Tierkot
  • Windeln 
  • Zigarettenkippen
In einigen Landkreisen werden zusätzlich Grünabfallsammelstellen für Strauch- und Heckenschnitt angeboten. Siehe auch: Abfall: Gartenabfälle entsorgen
Abfall: Elektroschrott entsorgen
Waschmaschinen, Fernsehgeräte, Computer, aber auch Toaster, elektrische Zahnbürsten, elektrisches Spielzeug, Leuchtstoffröhren und Handys sind nur wenige Beispiele für Elektrogeräte, die im Haushalt gebraucht werden und früher oder später entsorgt werden müssen.
Elektro- und Elektronikaltgeräte enthalten zahlreiche wertvolle Bestandteile wie Stahlblech, Kupfer und verschiedene Edelmetalle, aber auch potentiell umweltschädliche Bestandteile, wie Blei, Cadmium, PCB-haltige Kondensatoren oder mit Flammschutzmitteln behandelte Teile. Durch sachgerechtes Recycling können wertvolle Rohstoffe zurück gewonnen werden. Andererseits können von den Altgeräten bei unsachgemäßer Behandlung erhebliche Umweltschäden ausgehen.
Daher dürfen seit dem 24.03.2006 alte Elektro- und Elektronikgeräte nach den Regelungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) nicht mehr über die Mülltonne entsorgt werden. Stattdessen werden diese Abfälle getrennt gesammelt.
In Hessen steht dafür ein Netz von über 180 Sammelstellen in den hessischen Landkreisen und Kreisfreien Städten bereit, bei denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Altgeräte aus privaten Haushalten kostenlos abgeben können. Viele Kommunen bieten darüber hinaus auch einen Abholservice an. Die Kommunen stellen die Altgeräte für die Hersteller zur Abholung bereit. Die Hersteller sind nach dem Gesetz verpflichtet, die Abholung sowie und die umweltgerechte Behandlung und Verwertung der Altgeräte zu organisieren und zu finanzieren.
Tipp: Viele Händler nehmen beim Kauf eines neuen Großgerätes, das beim Kunden angeliefert wird, das alte Gerät kostenlos mit.
Hinweis: Auch LED-, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren zählen zu den Elektroaltgeräten und dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Sie können ebenfalls bei den kommunalen Sammelstellen, vielfach aber auch im Einzelhandel zurückgegeben werden.
Abfall: Entsorgung gefährlicher Abfälle (Sonderabfall)
Als "Kleinmengen gefährlicher Abfälle" – auch bekannt unter den umgangssprachlichen Begriffen "Problemstoffe" oder "Schadstoffe" – werden Abfälle  bezeichnet, die bei der Anwendung und Entsorgung gesundheits- oder umweltschädigend sein können. Viele Produkte, die im Haushalt und in Kleingewerbebetrieben verwendet werden, gehören dazu, wie beispielsweise nicht mehr benötigte oder unbrauchbare Abbeizmittel, Abflussreiniger, Farben, Lacke, Klebestoffe, Laugen, Säuren, Chemikalien wie Fotochemikalien, Altöl, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel, Putz- und Reinigungsmittel, aber auch Akkus, Batterien, Medikamente und vieles mehr.
Solche Abfälle müssen Sie aufgrund ihrer Umwelt- oder Gesundheitsschädlichkeit getrennt vom Hausmüll entsorgen.
Abfall: Gartenabfälle entsorgen
Gartenabfälle sind ausschließlich organische Pflanzenabfälle, die bei der Unterhaltung und Bewirtschaftung des Gartens anfallen. Für diese Abfälle besteht eine Überlassungspflicht an die Städte und Gemeinden. Gartenabfälle können Sie entweder in der Biotonne entsorgen oder bei der nächstgelegenen Annahmestelle für Gartenabfälle oder bei der Kompostierungsanlage direkt anliefern. Darüber hinaus ist auch eine Verwertung auf dem eigenen Grundstück insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren möglich.
Abfall: Hausmüll entsorgen
Zum Hausmüll oder Restabfall zählen feste, gemischte Abfälle, die bei der normalen Haushaltsführung in Privathaushalten entstehen. Diese Abfälle gehören in die Hausmülltonne beziehungsweise Restabfalltonne. Solche Abfälle sind zum Beispiel:
  • Staubsaugerbeutel,
  • Windeln und andere Hygieneartikel,
  • Asche,
  • Kehricht,
  • Kleintier- und Katzenstreu,
  • Porzellan,
  • Tapeten und beschichtete Papiere wie geschenk- und Backpapiere.
Verwertbare Abfälle aus dem Haushaltsbereich (wie Papier und Pappe, Verpackungen, Glas, Bio- und Grünabfälle, Altkleider) können Sie meist getrennt entsorgen.
Die Einzelheiten der Entsorgung über die Haus- oder Restabfalltonne (z.B. Häufigkeit der Abholung, Größe der Tonnen, Gebühren) werden durch die Abfallsatzung der zuständigen Gemeinde / Stadt bzw. des Abfallzweckverbandes festgelegt.
Hinweis: Für Gewerbemüll gelten besondere Regelungen.
Weitere Informationen:
Abfall: Sperrmüll
Sperrmüll sind feste Abfälle, die wegen ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht in die vorgeschriebenen Sammelbehälter gefüllt werden dürfen und die deshalb getrennt vom übrigen Hausmüll gesammelt und transportiert werden.
Abfall: Verpackungen - Rücknahme und Entsorgungspflicht; Vollständigkeitserklärung abgeben
Wenn Sie als Hersteller, Importeur oder Händler, auch als Versand- oder Internethändler, mit Ware befüllte Verpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals in den Verkehr bringen, müssen diese Verpackungen bei dualen Systemen lizenziert sein. Die dualen Systeme organisieren für Ihre in den Markt gebrachten Verpackungen dann die Rücknahme der entsprechenden Verpackungsabfälle beim privaten Endverbraucher und ihre Verwertung. Ein Inverkehrbringen der Verpackungen darf erst stattfinden, wenn Händler oder Vertreiber sich an einem(oder auch mehreren) dualen System beteiligt haben. Alternativ können Sie die Verkaufsverpackungen unter bestimmten Voraussetzungen auch im Rahmen einer Branchenlösung nach § 6 Abs. 2 VerpackV zurücknehmen.
Verkaufsverpackungen sind aus beliebigen Materialien hergestellte Verpackungen, die zusammen mit dem Produkt als Verkaufseinheit angeboten werden und beim Endverbraucher anfallen. Verkaufsverpackungen sind auch Verpackungen des Handels, der Gastronomie und anderer Dienstleistungen, die die Übergabe von Waren an den Endverbraucher ermöglichen oder unterstützen (Serviceverpackungen) sowie Einweggeschirr.
Als private Endverbraucher gelten neben Haushaltungen/Privathaushalten auch die folgenden Anfallstellen:
  • Gaststätten und Hotels
  • Kantinen
  • Verwaltungen
  • Kasernen
  • Krankenhäuser
  • Bildungs- und karitative Einrichtungen
  • Freiberufler
  • Anfallstellen des Kultur- und Freizeitbereiches (z.B. Kinos, Opern, Museen, Ferienanlagen, Freizeitparks, Sportstadien, Raststätten)und
  • Handwerksbetriebe und landwirtschaftliche Betriebe, deren Verpackungsmengen (Papier, Pappe, Kartonagen und Leichtverpackungen) je Stoffgruppe über einen Abfallbehälter mit max. 1.100-Liter-Volumen entsorgt werden können.
Nach § 10 Verpackungsverordnung besteht zudem die Pflicht, jährlich bis zum 1. Mai eines Jahres für sämtliche Verkaufsverpackungen, die im vorangegangenen Kalenderjahr erstmals in Verkehr gebracht wurden, eine Vollständigkeitserklärung (VE) abzugeben und bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer zu hinterlegen, wenn die in § 10 Abs. 4 Verpackungsverordnung definierten Mengen überschritten werden. Die Vollständigkeitserklärung ist durch den "Erst-In-Verkehr-Bringer" zu hinterlegen. Dies sind Unternehmen, die verpackte Ware als Erste in Deutschland in den Handelsmarkt bringen, also ein Hersteller oder Vertreiber, aber auch ein Importeur. Vor der Hinterlegung muss die Vollständigkeitserklärung von einem Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder unabhängigen Sachverständigen über eine qualifizierte digitale Signatur validiert werden. Nach Hinterlegung und Prüfung stellt die zuständige Industrie- und Handelskammer die Vollständigkeitserklärung in das VE-Register ein.
Die Vollständigkeitserklärung umfasst Angaben für Verkaufsverpackungen, aufgeschlüsselt nach den Materialarten: Glas, Papier, Pappe, Karton, Aluminium, Weißblech, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe. Eine Vollständigkeitserklärung müssen gemäß § 10 Abs. 4 Betriebe abgeben, die pro Jahr
  • mehr als 80 Tonnen Glas- oder
  • mehr als 50 Tonnen Papier-/Pappe-/Karton- oder
  • mehr als 30 Tonnen Aluminium-/Weißblech-/Kunststoff-/Verbundverpackungen
in den Verkehr bringen. Bei Mengen unterhalb dieser Tonnage ist keine Vollständigkeitserklärung bei der IHK zu hinterlegen.  
Nach § 10 Abs. 4 Satz 2 Verpackungsverordnung kann die zuständige Behörde die Abgabe einer Vollständigkeitserklärung im Einzelfall aber auch von Unternehmen verlangen, die diese Mengen nicht überschreiben.
Abfall: Wertstoffe entsorgen
Wertstoffe sind verwertbare Abfälle wie beispielsweise Metalle, Papier, Kartonagen, Verpackungen aus Glas, Kunststoffen oder Metall, Altkleider, Bioabfälle, Gartenabfälle.
Entsorgt werden Wertstoffe insbesondere über
  • Sammelcontainer (z.B. für Altglas/Papier und Altkleider) an Straßen, auf öffentlichen Plätzen oder Wertstoffhöfen,
  • die Sperrmüllsammlung oder Container auf dem Wertstoffhof (z.B. Altholz, Altmetall)
  • den Gelben Sack (Leichtverpackungen, z.B. Dosen, Kunststoffverpackungen, Getränkekartons)
  • die blaue Altpapiertonne (Zeitungen, Zeitschriften, Verpackungen aus Karton, Pappe und Papier)
In manchen Kommunen gibt es auch eine spezielle Wertstofftonne.
Weitere Informationen:
Altpapier
Gartenabfälle entsorgen
Bioabfall
Abfall: Wilder Müll
Als „Wilder Müll“ werden achtlos, oftmals auch vorsätzlich, in der freien Natur entsorgte Abfälle bezeichnet. Dies kannzu einer Gefährdung von Boden, Grundwasser, Gewässern oder der Luft führen. Wilder Müll beeinträchtigt zudem auch stark das Landschaftsbild und kann zu Geruchsbelästigungen führen.
Diese illegale Beseitigung von Abfällen stellt grundsätzlich einen Verstoß gegen das Abfallrecht dar und wird, sobald der Verursacher bekannt ist, mit einem entsprechenden Bußgeld geahndet. Durch wilden Müll entsteht ökologischer und ökonomischer Schaden, der oftmals am Ende von allen Bürgern über Steuern und Gebühren beglichen werden muss.
Abfallberatung
Jeden Tag haben wir mit Müll zu tun. Und immer wieder kommt die Frage: Wohin damit?
Darüber hinaus beschäftigt die Bürger auch immer wieder die Frage, wie sie durch Abfallvermeidung, getrennte Sammlung bestimmter Abfälle, Eigenkompostierung oder die Wahl anderer Abfallgefäße Gebühren sparen können.
Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zur Information und Beratung zu allen Fragen ihrer Bürger zur Abfallentsorgung verpflichtet. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger sind in Hessen die Kreisangehörigen Gemeinden, die Kreisfreien Städte und die Landkreise bzw. die Zweckverbände, wenn diesen die Aufgabe übertragen worden ist. Mit Ihren Fragen können Sie sich dorthin wenden.
Hinweis: Dort erhalten Sie auch Informationen zu Ausgabe, Rückgabe oder Umtausch von Abfallbehältern.
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)
Welche Fristen muss ich beachten?
Abfall: Verpackungen - Rücknahme und Entsorgungspflicht; Vollständigkeitserklärung abgeben
Die Beteiligung an einem dualen System für Ihre Verkaufsverpackungen muss vor dem Inverkehrbringen erfolgt sein. Die Vollständigkeitserklärung muss bis zum 1. Mai eines Kalenderjahres für die im vergangenen Kalenderjahr in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen abgegeben werden.
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)
Was sollte ich noch wissen?
Abfall: Elektroschrott entsorgen
Informationen über die Entsorgung von Elektroschrott finden Sie auch im Internetauftritt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
Rückgabe alter Elektro- und Elektronikgeräte
(Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)
Hintergrundinformationen zum Thema finden Sie auch auf der Internetseite des Umweltbundesamtes.
 
Abfall: Verpackungen - Rücknahme und Entsorgungspflicht; Vollständigkeitserklärung abgeben
Wer sich nicht an einem Rücknahmesystem beteiligt oder keine Branchenlösung im o.g. Sinne betreibt, verstößt gegen die Regelungen der Verpackungsverordnung. Die Nichtbeteiligung an einem Rücknahmesystem sowie die Abgabe von Verkaufsverpackungen ohne Beteiligung an einem Rücknahmesystem stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden können. Das Gleiche gilt für den Fall, dass eine Vollständigkeitserklärung nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig abgegeben wird.
Abfall: Wilder Müll
Grundstückseigentümer müssen sich grundsätzlich auch um die Beseitigung von wildem Müll auf dem eigenen Grundstück kümmern, der von Anderen darauf abgelagert worden ist.
(Quelle: Hessenfinder / https://ws-he.zfinder.de)