HALM Hessisches Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen –

Beschreibung:

Hessisches Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen

Förderung

Das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen, kurz HALM ist nicht nur ein Landesprogramm, sondern dient auch der Umsetzung von europäischen Programmen wie Natura 2000 und Wasserrahmenrichtlinie WRRL, zur Förderung biologischer Vielfalt sowie Wasser-, Boden- und Klimaschutz.

Es dient der Förderung einer besonders nachhaltigen Landbewirtschaftung in Hessen. Mit den Fördermaßnahmen soll ein Beitrag zur Erfüllung der Ziele in den Bereichen biologische Vielfalt, Wasser-, Boden- und Klimaschutz sowie bei der Erhaltung der Kulturlandschaft geleistet werden. Die Landwirte erhalten einen finanziellen Ausgleich für zusätzliche Kosten oder Ertragsverzicht in Folge einer besonders umweltgerechten Landbewirtschaftung. Das Hessische Integrierte Agrarumweltprogramm (HIAP) ist 2014 ausgelaufen und wurde durch HALM ersetzt.

Förderverfahren

HALM besteht aus verschiedenen, teilweise miteinander kombinierbaren Förderverfahren.

A Förderung der Zusammenarbeit

  • A1 Erarbeitung von Konzepten
  • A2 Umsetzung und Begleitung von Konzepten

B Förderung des ökologischen Landbaus

  • B1 Ökologischer Landbau

C Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau

  • C1 Vielfältige Kulturen im Ackerbau
  • C2 Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter
  • C3 Integration naturbetonter Strukturelemente der Feldflur (z.B. Blühflächen)

D Förderung besonders nachhaltiger Verfahren auf Dauergrünland

  • D1 Grünlandextensivierung
  • D2 Bodenbrüterschutz
  • D3 Kennartennachweis

E Förderung besonders nachhaltiger Verfahren bei Dauerkulturen

  • E1 Pheromoneinsatz im Weinbau (bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Weinbauamt in Eltville)
  • E2.1 und E2.2 Erhaltung von Streuobstbeständen
  • E3 Erhaltung des Weinbaus in Steillagen (bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Weinbauamt in Eltville)

G Erhaltung der Vielfalt der genetischen Ressourcen in der Landwirtschaft (bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Regierungspräsidium Gießen)

H Förderung des Arten- und Biotopschutzes in Agrarökosystemen

  • H1 Naturschutzfachliche Sonderleistungen auf Grünland
  • H2 Arten- und Biotopschutz im Offenland (ein- oder mehrjährige Verpflichtungen)

Zuwendungsempfänger sind Betriebsinhaber die eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf Flächen ausüben, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden.

Es werden in der Regel fünfjährige Verpflichtungen abgeschlossen.

Neuanträge sind bis zum 1. Oktober hier einzureichen (Ausnahme: Anträge für die Förderverfahren A und H2). Änderungsanträge bei bestehenden HALM-Verpflichtungen mit Wirkung für das Folgejahr sind ebenfalls bis zum 1. Oktober zu stellen. Die Antragsunterlagen können jeweils ab Frühjahr bei uns angefordert werden.

Alle Antragsformulare können beim Amt abgeholt oder auf der Internetseite der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (www.wibank.de) heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege- Maßnahmen (HALM) erhalten Sie bei uns und auf der Internetseite des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Im Halm-Viewer kann man sich direkt über die ggf. erforderlichen Förderkulissen informieren.

Keine Doppelförderung möglich

HALM-Anträge können nur gestellt werden, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist. So können „ökologische Vorrangflächen“ (ÖVF) für das „Greening“ nicht über das HALM gefördert werden. Auch Flächen in Wasserschutzgebieten werden nur durch HALM bezuschusst, wenn eine Doppelförderung ausgeschlossen ist bzw. der Zwischenfruchtanbau rechtlich nicht vorgeschrieben ist.

Für Rückfragen zu den Zuwendungsbestimmungen des HALM, der Kombinierbarkeit der einzelnen Fördermaßnahmen und den Förderkulissen steht die Arbeitsgruppe Agrarumweltprogramme gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://umweltministerium.hessen.de/agrarumweltprogramm