Fahrerlaubnis - Umschreibung ausländischer Fahrerlaubnisse

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Rechtsgrundlage:
zuständiger
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Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises, FB 30.5.2
Straße:
Hans-Scholl-Straße 1
PLZ/Ort:
34576 Homberg (Efze)


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Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis

Gesetzesgrundlage: §§ 28 - 31 Fahrerlaubnisverordnung , Anlage 11 Fahrerlaubnisverordnung 

Kurzbeschreibung:

Wer eine ausländische Fahrerlaubnis (nicht EU/EWR) besitzt, ist in den meisten Fällen verpflichtet, diese nach Wohnsitznahme in der Bundesrepublik Deutschland in eine deutsche Fahrerlaubnis umschreiben zu lassen, wenn weiter Kraftfahrzeuge im Inland geführt werden sollen.

Inhaber einer gültigen EU/EWR-Fahrerlaubnis sind nicht dazu verpflichtet, ihren Führerschein umzuschreiben, da dieser in vollem Umfang im Bundesgebiet gültig ist. Eine Umschreibung ist jedoch erforderlich, falls der EU-Führerschein nur befristet gültig ist.

Die Antragsformulare erhalten Sie auf dem Bürgerbüro der für Sie zuständigen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung, bei uns oder bei Ihrer Fahrschule. Der Antrag ist mit Wohnsitzbestätigung der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung einzureichen und kann von dort an die Führerscheinstelle weitergeleitet werden, dabei ist die persönliche Vorsprache erforderlich zwecks Unterschrift auf einer Kartenführerschein-Schablone.

Folgende Unterlagen sind vorzulegen, wenn man einen Führerschein aus einem der in Anlage 11 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV) genannten Staaten besitzt:

  • ein aktuelles biometrisches Passfoto
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung (nicht älter als 6 Monate) inkl. Kopie des vorgelegten Dokuments
  • gültiger nationaler Führerschein im Original mit amtlicher Übersetzung inkl. Kopie (Übersetzung z. B. durch amtlich anerkannte Übersetzer, Automobilclubs oder mit Beglaubigung des deutschen Konsulats im Ausstellerstaat)
  • ggf. gültige Aufenthaltsgenehmigung, falls nicht EU

Inhaber einer Fahrerlaubnis aus Staaten, die nicht in der Anlage 11 genannt sind, müssen immer eine theoretische und praktische Fahrprüfung ablegen und benötigen zusätzlich:

  • einen aktuellen Sehtest
  • einen Nachweis über Sofortmaßnahmen am Unfallort oder Erste Hilfe
  • amtliche Übersetzung des ausländischen Führerscheins

Gebühren: 35,00 €- 43,40 €

Sollten die Klassen C oder D umgeschrieben werden, sind ggf. noch zusätzliche Unterlagen erforderlich. Diese teilt Ihnen die Fahrerlaubnisbehörde auf Anfrage gerne mit.

Ferien- oder Lernführerscheine können nicht umgeschrieben werden!

Sonstige ausländische Führerscheine berechtigen für 6 Monate nach der Einreise noch zum Führen der zugelassenen Fahrzeugklassen, sofern der Führerschein solange gültig ist und man das in Deutschland geltende Mindestalter für die jeweilige Klasse erreicht hat. Danach bzw. vor Ablauf der Gültigkeit muss ein Antrag auf Umschreibung gestellt werden, wenn man weiter Fahrzeuge fahren möchte. Ausnahmegenehmigungen werden nur für Personen erteilt, die höchstens 1 Jahr in Deutschland bleiben (Nachweispflicht!).

Die Aushändigung der deutschen Fahrerlaubnis erfolgt 6 Monate nach der Einreise (EU-Wohnsitzprinzip), außer der ausländische Führerschein läuft in dieser Zeit ab oder es wird glaubhaft gemacht, dass man sich auf jeden Fall länger im Inland aufhalten wird, z. B. durch Vorlage eines längerfristigen Arbeitsvertrages.

Der ausländische Führerschein wird zur Umschreibung anerkannt, wenn der/die Inhaber/in sich bei dessen Ausstellung mindestens 6 Monate im Ausland aufgehalten hat und bei (Wieder-) Einreise im Besitz des Führerscheins war. Außerdem muss der Führerschein bei Antragstellung noch gültig sein.

Hinweis:

Die ausländische Fahrerlaubnis ist bei der Aushändigung/Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis bei der Fahrerlaubnisbehörde abzugeben!

Der Führerschein wird entweder an den Ausstellungsstaat zurückgesandt, falls mit diesem eine entsprechende Vereinbarung besteht oder bei der Fahrerlaubnisbehörde für drei Jahre aufbewahrt und danach vernichtet.