51.5 - Adoptions- und Pflegekinderdienst

Ansprechpartner:

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Adresse:

Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises, FB 51.5
Straße:
Parkstraße 6
PLZ/Ort:
34576 Homberg (Efze)

Telefon
05681/775-511
Fax
05681/775-525

Beschreibung:

Pflegekinderdienst

Ein Pflegekind ist ein Kind, das vorübergehend oder auch dauerhaft nicht in seiner Ursprungsfamilie, sondern in einer anderen Familie, seiner Pflegefamilie, lebt.

Unsere Pflegekinder brauchen

  • Ein neues Zuhause mit Pflegeeltern, die für sie da sind und sie annehmen, wie sie sind
  • Liebe und Fürsorge
  • Die Chance sich zu entwickeln und zu wachsen
  • Die Möglichkeit zu spielen und zu lernen

Diese Kinder haben in ihrer Vergangenheit häufig schwierige Zeiten durchlebt.

Die leiblichen Eltern waren vielleicht überfordert, krank oder von Suchtmitteln abhängig. Oft konnten grundlegende Bedürfnisse der Kinder, wie Geborgenheit, Schutz, Nahrung, Pflege, Anerkennung und Förderung nicht ausreichend erfüllt werden. Manche Kinder haben Gewalt oder Missbrauch erfahren.

Dies stellt Pflegeeltern vor besondere Herausforderungen.

Unsere Pflegeeltern sollten daher mitbringen:

  • Freude am Umgang mit Kindern und die Bereitschaft, ein fremdes Kind mit seiner Geschichte anzunehmen und ihm Liebe und Geborgenheit zu geben
  • Ein hohes Maß an Verständnis und Offenheit für die Situation des Pflegekindes und seiner Herkunftsfamilie
  • Geduld und Einfühlungsvermögen
  • Gesundheit und Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst des Jugendamtes
  • Ausreichend Platz und Zeit für ein Pflegekind
  • Offenheit für Kontakte zu den leiblichen Eltern
  • Ein geregeltes Einkommen und ein eintragsfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
  • Die Zustimmung der ganzen Familie zur Aufnahme eines Kindes

Wir als Pflegekinderdienst bieten:

  • Informationsgespräche und ein intensives Vorbereitungsseminar
  • Beratung und Begleitung während des Vermittlungsprozesses
  • Beratung und Begleitung während des gesamten Pflegeverhältnisses
  • Finanzielle Entlastung in Form von Pflegegeld und bedarfsorientierten Nebenleistungen

Verschiedene Formen der Pflege:

Die Altersspanne, in der wir Kinder in Pflegefamilien vermitteln, ist breit.

Nach unseren Erfahrungen können selbst Jugendliche noch erfolgreich in Familien integriert werden.

Je nach Lebenssituation und geplanter Perspektive für das Kind gibt es unterschiedliche Pflegeformen. Im Folgenden sind die wesentlichen Formen kurz beschrieben:

Vollzeitpflege

ist die meist zeitlich unbefristete Aufnahme eines Pflegekindes. Das Jugendamt muss dies für das Kind im Vorfeld sorgfältig abwägen und mit den leiblichen Eltern erarbeiten. Die Kinder haben, wenn möglich, Besuchskontakte mit ihren leiblichen Eltern und werden dabei durch die Pflegeeltern unterstützt. Die meisten unserer Pflegeverhältnisse sind Vollzeitpflegen.

Kurzzeitpflege

ist die Aufnahme eines Kindes, das vorübergehend eine Betreuung in einer anderen Familie braucht. Gründe hierfür können beispielsweise ein Krankenhaus- oder Kuraufenthalt, oder eine andere vorübergehende Notlage der Eltern sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kehren diese Kinder zu ihren Familien zurück. Eine enge Zusammenarbeit und Kontaktpflege mit den leiblichen Eltern ist erforderlich.

Sonderpädagogische Pflege

ist eine spezielle Form der Vollzeitpflege für kranke, behinderte, stark traumatisierte, stark verhaltensauffällige Kinder oder Jugendliche.

Aufgrund der besonderen Anforderungen bei der Betreuung erwarten wir eine pädagogische Ausbildung, zumindest eines Elternteiles und / oder langjährige Erziehungserfahrungen.

Daneben gibt es noch die Bereitschaftspflege für die Unterbringung in Krisensituationen. Dort bleiben die Kinder, bis geklärt ist, ob sie zu ihren leiblichen Eltern zurückkehren können, oder ob für sie ein neuer Lebensmittelpunkt gesucht werden muss.

Kindertagespflege

Vermittlungsstelle und Fachberatung für Tagespflege suchende Eltern und Tagespflegepersonen.

Kindertagespflege ist ein familiäres Betreuungsangebot, vorrangig für Kinder unter 3 Jahren, zwecks Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sorgeberechtigte berufstätige und in Ausbildung befindliche Eltern können Kindertagespflege im JA beantragen. Je nach wöchentlichen, gestaffelten Betreuungs-zeiträumen wird ein monatlicher Elternbei-trag lt. Satzung erhoben. Bei Kindern unter 3 Jahren haben die Eltern, bei vorhandenen Plätzen, ein Wunsch - und Wahlrecht. D. h. Sorgeberechtigte können bei Kindern U 3 zwischen Kita und Tagespflegeperson wählen. Für Kinder U 3 besteht ab dem 1. Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf Betreuung zwecks frühkindlicher Förderung in ihrer Entwicklung für bis zu 20 St. in der Woche. Dies gilt auch für Eltern die nicht außerhäuslich tätig oder abwesend sind. - Manche Tagespflegepersonen betreuen auch ältere Kinder nach Kita oder Schule.

Gemeinsam mit der VHS und dem Tageselternverein werden kostenfreie Qualifizierungen für neue Tagespflegepersonen (TPP) und Fortbildungen durchgeführt. An jedem letzten Montag im Monat findet im Jugendamt um 10:00 Uhr ein Info-Termin für Interessenten statt. Anmeldung bei Frau Glebe

Adoptionsvermittlungsstelle

Unsere Adoptionsvermittlungsstelle ist für Bürgerinnen und Bürger des Schwalm-Eder-Kreises zuständig und berät in allen Fragen zum Thema Adoption.

Sie fragen sich, ob Sie ihr Kind zur Adoption freigeben

Wir unterstützen Sie im Entscheidungsprozess, durch vertrauliche Beratungsgespräche – auf Wunsch auch anonym. Wir nehmen Ihre Lebenslage und Gefühle ernst, beraten ohne Druck und unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten.

Entscheidungen können sein:

  • für das Kind selbst zu sorgen, eventuell mit Hilfsangeboten
  • das Kind in einer Pflegefamilie aufwachsen zu lassen
  • den Weg der Adoption zu gehen.

Wenn Sie sich für die Freigabe Ihres Kindes zur Adoption entscheiden, informieren, beraten und begleiten wir Sie umfänglich während des gesamten Ablaufs. Auch für spätere Fragen und Anliegen stehen wir zur Verfügung.

Sie möchten ein Kind adoptieren

Sie überlegen, ein fremdes Kind in Ihrer Familie aufzunehmen und zu adoptieren. Wir beraten Sie umfassend zu den Besonderheiten einer Adoption, dem Verlauf einer Adoption und den Voraussetzungen, die Sie mitbringen müssen. Dies geschieht im Rahmen von Gesprächen, Hausbesuchen und einem intensiven Vorbereitungsseminar.

Adoptivbewerber sollten u.a.:

  • sich in einer stabilen Lebenssituation befinden
  • über ein gesichertes Einkommen und ausreichend Wohnraum verfügen
  • in guter geistiger, seelischer und körperlicher Verfassung sein
  • ein unbelastetes erweitertes polizeiliches Führungszeugnis haben
  • einfühlsam und tolerant sein
  • Offenheit für die besondere Situation eines Adoptivkindes und seiner Herkunft haben
  • eine gesetzliche Altersgrenze gibt es nicht, ein natürlicher Generationenabstand sollte gewahrt sein.

Sollte es zu einer Adoptionsvermittlung kommen, beraten und begleiten wir Sie intensiv während der Adoptionspflegezeit (ca. 1 Jahr). Nach erfolgtem Adoptionsbeschluss sind wir weiter Ansprechpartner für alle adoptionsrelevanten Themen in Ihrer Familie.

Eine Adoption unterliegt der staatlichen Aufsicht, die durch die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter ausgeübt wird. Die Adoptionsvermittlungsstellen haben zu „prüfen, ob die Adoptivbewerber unter der Berücksichtigung der Persönlichkeit des Kindes und seiner besonderen Bedürfnisse für die Adoption des Kindes geeignet sind“ (§ 7 AdVermiG). Grundsatz jeder Adoptionsvermittlung ist, dass nicht Kinder für Eltern, sondern Eltern für Kinder gesucht werden. Eine Garantie auf Vermittlung eines Kindes gibt es nicht.

Sie möchten das Kind ihres Partners / Ihrer Partnerin adoptieren

Wenn Sie das Kind Ihrer Partnerin/Ihres Partners adoptieren wollen, müssen Sie verheiratet sein oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. In diesem Fall spricht man von einer Stiefelternadoption.

Voraussetzungen dafür sind:

  • angemessene Dauer (mehrere Jahre) und Stabilität der Ehe/Partnerschaft
  • notarielle Einwilligung des anderen leiblichen Elternteils
  • ein entstandenes Eltern – Kind – Verhältnis zum Stiefelternteil
  • altersentsprechende Aufklärung des Kindes über seine biologischen Wurzeln und die Bedeutung einer Adoption
  • der/die Annehmende sollte in guter geistiger, seelischer und körperlicher Verfassung sein und ein unbelastetes erweitertes polizeiliches Führungszeugnis haben

Die Adoptionsvermittlungsstelle bietet interessierten Familien Informations- und Beratungsgespräche an. Das Familiengericht beteiligt die Adoptionsvermittlungsstelle an dem Verfahren.

Sie sind adoptiert und interessieren sich für Ihre Herkunft

Sie können sich mit ihrem Anliegen und ihren Fragen zu Ihrer Herkunft an unsere Adoptionsvermittlungsstelle wenden, wenn die Adoption im Schwalm-Eder-Kreis durchgeführt wurde.

Wenn Sie etwas über Ihre leiblichen Eltern erfahren oder sie kennen lernen wollen, beraten und unterstützen wir Sie dabei.

Die Adoptionsvermittlungsstellen sind verpflichtet, Akten über eine Adoptionsvermittlung bis zum hundertsten Geburtstag des Kindes aufzubewahren.

Adoptierte haben nach ihrem 16. Geburtstag das Recht, sich eigenständig an die Adoptionsvermittlungsstelle zu wenden, um über ihre Herkunft und Lebensgeschichte Auskunft zu erhalten(§9 b, 2 AdVermiG).

Sie überlegen, ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren

Die Adoption eines Kindes aus dem Ausland stellt eine besondere Herausforderung dar.

Wir bieten für Interessierte eine Erstberatung an. Für das weitere Verfahren sind spezialisierte Vermittlungsstellen in freier Trägerschaft oder eine zentrale Adoptionsvermittlungsstelle zuständig.